Was ist Bio?

2001 wurde in Deutschland das staatliche Bio-Siegel eingeführt. Seither sind die Begriffe "ökologisch" und "biologisch" bzw. "Öko" und "Bio" gesetzlich geschützt.

Eine Zulassung als Bio-Lebensmittel ist nur erlaubt, wenn das Produkt ohne chemische Pflanzenschutzmittel und ohne synthetische oder mineralische Dünger hergestellt wurde und keine gentechnisch veränderten Stoffe enthält. Tiere müssen artgerecht gehalten werden, mit genügend Auslauf und antibiotikafreiem Futter.

Bei der Herstellung dürfen weder Geschmacksverstärker noch künstliche Aromen benutzt werden. Die Verarbeitung muss schonend und ohne Bestrahlung erfolgen, um die Inhaltsstoffe des Bio-Lebensmittels zu erhalten.

Grundsätzlich müssen alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischer Herstellung stammen, wobei beispielsweise Wasser und Salz als nicht-landwirtschaftliche Zutaten gelten. Zudem sind für bis zu fünf Prozent dieser Zutaten streng geregelte Ausnahmen möglich: Sie müssen in Anhang IX der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 gelistet sein oder es muss in begründetem Fall (beispielsweise Nicht-Verfügbarkeit in Bio-Qualität) eine Ausnahme bei der zuständigen Behörde genehmigt worden sein. Das gilt für Bio-Lebensmittel, die in Deutschland das staatliche Bio-Siegel tragen, ebenso wie für das 2010 von der Europäischen Union eingeführte Bio-Siegel - gemäß EU-Öko-Verordnung (EG) Nr. 834/2007. Es müssen bei Bio-Lebensmitteln also mindestens 95% der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischer Herkunft stammen.

Die Anbauverbände von Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis stellen in ihren strengen Verbands-Richtlinien noch höhere Anforderungen an Bio-Produkte als der Gesetzgeber - ihre Bio-Lebensmittel bestehen zu 100% aus Bio-Zutaten, die regelmäßig von unabhängigen Gutachtern kontrolliert werden. Außerdem schonen sie die Ressourcen der Natur und leisten einen aktiven Beitrag zum Tierschutz, zum Schutz der Böden und des Wassers sowie zum Klimaschutz. Von Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis bezieht die Andechser Molkerei Scheitz täglich frisch ihren wichtigsten Rohstoff: die Bio-Milch. 

  
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Biokreis

Andechser Molkerei Scheitz GmbH validiert nach EMAS III

Vor 16 Jahren war die Andechser Molkerei Scheitz europaweit eine der ersten Molkereien, die sich nach dem EU-Öko-Audit zertifizieren ließ. Als eine der ersten der Lebensmittel­branche wurde sie jetzt nach der neuen EMAS-III-Verordnung erfolgreich geprüft.

Großes Lob über die erfolgreiche Prüfung des Umweltmanagements der Andechser Molkerei äußerte der Europäische Umweltgutachter Prof. Dr. Wirner (Universität Dortmund) bei der Abschlussbesprechung. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Andechser Umweltschutz-Beauftragten Gerd-Peter Simon. Geschäfts- und Betriebsleitung freuten sich gleichermaßen, denn die parallel zum Tagesbetrieb laufenden aktuellen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen der Molkerei fordern allen Beteiligten großes Engagement ab.

Bei den neuen so genannten ‚EMAS-III-Kernindikatoren’ wurden die entsprechenden direkten ‚Umweltleistungen’ der Andechser Molkerei gewertet und überprüft. Diese ‚Umweltprüfung’ erfasst unter anderem auch alles, was das Ressourcenmanagement der Molkerei betrifft (Energie- und Material-Effizienz), die Minimierung des Wasserbedarfs, des Abfallauf­kommens sowie von betrieblichen Emissionen. Anerkannt wurden auch die ‚effiziente Nutzung’ von überbauten Betriebsgrundflächen im Verhältnis zu naturoffenem Gelände.

Geschäftsführerin Barbara Scheitz hat mit Hilfe künftiger Erweiterungsneubauten der Molkerei vor, die guten Umweltwerte deutlich zu verbessern. So soll beispielsweise das neu geplante Verwaltungs- und Mehrzweckgebäude „ein bepflanztes Hügelhaus im Hundertwasser-Baustil werden, das die Kriterien eines ‚Null-Energiehauses’ erfüllen und außerdem noch als ‚Emissions-Riegel’ gegenüber der bebauten Nachbarschaft wirken wird!"

emas

Auszeichnung ‚Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2018‘

Deutschlands ‚Nachhaltigste Marke‘ ist  ANDECHSER NATUR

Die Andechser Molkerei Scheitz hat mit ihrer Marke ANDECHSER NATUR den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 gewonnen. Die heute ausgesprochene Anerkennung ‚‚Deutscher Nachhaltigkeitspreis‘ für ANDECHSER NATUR freut Geschäftsführerin Barbara Scheitz: “Das für uns Besondere an dieser Auszeichnung ‚Deutscher Nachhaltigkeitspreis‘ ist, dass unsere Bio-Produkte ANDECHSER NATUR im Mittelpunkt stehen, denn sie verkörpern als Marke auch am deutlichsten unser Credo „Natürliches natürlich belassen“.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung vergeben und steht 2017 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Seit über 100 Jahren ist das Familienunternehmen Andechser Molkerei Scheitz im Bereich der Milchprodukte tätig. 1980 wurde erstmals „ökologisch erzeugte“ Milch verarbeitet, heute beliefern rund 630 BIO-Milchbauernhöfe die BIO-Milch die moderne Mittelstandsmolkerei. Die Molkerei honoriert die Weidehaltung der Bio-Kühe mit einer in Deutschland einzigartigen Weideprämie auf den Milchpreis. Um den Bio-Milcherzeugern ‚ein Gesicht zu geben‘ und virtuell eine Nähe zwischen Verbraucher und Erzeuger zu erzeugen, wurde bereits 2008 die ‚Produkt-Rückverfolgbarkeit‘ ins Leben gerufen. Konsumenten können mit der Eingabe des Mindesthaltbarkeitsdatums auf der Website nachvollziehen, aus welcher Region und stellvertretend von welchem Bio-Bauernhof die Milch des Produktes stammt. Zudem können Konsumenten auch eine Kuh-Patenschaft abschließen, um das Leben auf dem Bio-Hof kennen zu lernen und den ökologischen Landbau mit ihrem Beitrag zu unterstützen.

Die Jury des Nachhaltigkeitspreises würdigte nun zum einen die professionelle Markenführung und stabile Markenstärke im Nachhaltigkeitsbereich, zum anderen die kreativen Ansätze der Kommunikation. Barbara Scheitz dazu: „Bei unserer Bio-Produktlinie ANDECHSER NATUR haben wir in den letzten Jahren sehr viele zusätzliche Initiativen unternommen, um Konsumenten für Bio zu begeistern. Das ist uns auch gelungen. Dass die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises dies als ‚Erfolg der Marke‘ würdigt, ist aber in letzter Instanz unseren Konsumenten zu verdanken. Denn deren Nachfrage nach ANDECHSER NATUR Bio-Produkten steigt seit Jahren konstant.“

Der Nachhaltigkeitspreis für die Bio-Molkerei gebührt nach Auffassung von Barbara Scheitz allen Beteiligten im ‚Bio-Wertschöpfungsnetz‘: „An diesem Erfolg sind alle beteiligt, also zuvorderst unsere Bio-Milchbauern, dann die Mitarbeiter, der Handel bis hin zu den Konsumenten unserer Bio-Milchprodukte. Natürlich freuen wir uns über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis, wir verstehen ihn aber in erster Linie als Impuls, dass wir uns weiterhin engagieren für unser Credo: ‚Natürliches natürlich belassen‘.“

nachhaltigkeitspreis

Umweltbewusst handeln

Natur

Bereits vor rund 40 Jahren hatte sich die Andechser Molkerei Scheitz als „Öko-Pionier“ die einfache Vorgabe gestellt: „Natürliches natürlich belassen“ – und diese Idee unbeirrt und mit großem Nachdruck verwirklicht. Mit Bio-Milchprodukten für alle Menschen, die sich bewusst ernähren wollen und mit ihrer naturbezogenen Lebensführung als mithandelnde Menschen die Verantwortung für diesen ökologischen Weg mittragen helfen.

Denn mit jedem ANDECHSER NATUR Bio-Milchprodukt verbunden sind „Sinn, Wollen und Tun“ eines Jeden für das richtige „ökologisch und ethisch vertretbare Handeln“. Angefangen bei der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der heimischen, ökologischen Landwirtschaft, unseren Kuh- und Ziegenbauern – getreu der Maxime „Aus der Region für die Region“. Weitergehend natürlich bei unseren Molkerei Mitarbeitern, allen Händlern und den umweltbewussten Verbrauchern. Nur so können wir nachhaltig und sinnvoll wirtschaften und die Um- und Mitwelt für uns und unsere Kinder erhalten.

Im Folgenden finden Sie auf einen Blick dargestellt, welche konkreten Maßnahmen die Andechser Molkerei Scheitz darüber hinaus unternimmt, um eine nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweise zu stärken.

Andechser Molkerei Scheitz erhebt den Carbon Footprint nach IDF Standard

Die Produkte der Andechser Molkerei Scheitz stehen für nachhaltige Bio-Qualität und höchsten Genuss. Dass Genuss und Nachhaltigkeit sich nicht ausschließen, beweist das Familienunternehmen in Zusammenarbeit mit Soil & More International. Die Molkerei aus Andechs hat drei Produktkategorien nach den strengen Anforderungen der „TÜV-Nord Certified Carbon Footprint Product Standards TN-CC 005“ zertifizieren lassen, die den Standard der  International Dairy Federation (IDF) erfüllen. Das bedeutet konkret, dass für die drei Produkte „Bio-Vollmilch 3,8%“, „Bio-Almbutter“, „Bio-Jogurt mild 3,7%“ im 500g Becher der sogenannte  „Carbon Footprint“, also der CO2-Abdruck innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette lückenlos dokumentiert ist.

„Nachhaltiges Handeln und Wirtschaften stand für unser Unternehmen schon immer im Mittelpunkt und ist ein fester Bestandteil unserer Philosophie. Mit der Zertifizierung durch den TÜV-Nord gehen wir jetzt einen großen  Schritt weiter zu einer nicht nur lückenlosen sondern auch nachhaltigen Dokumentation unserer Wertschöpfungskette“, erklärt Geschäftsführerin Barbara Scheitz. Die Erhebung des Carbon Footprint markiere den ersten Stein dieses Weges und sei gleichzeitig Ausgangs- und Messpunkt für die Zukunft: Das Ziel sei es, Emissionsquellen zu identifizieren und den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren.

Die Berechnungen für die Rohmilchproduktion auf landwirtschaftlicher Ebene erfolgten nach dem Standard der IDF zur Treibhausbilanzierung von Milcherzeugung. Zugrundegelegt wurden demnach folgende Emissionsquellen:

Düngung (Güllemanagement)
Bodenemissionen
Energie- und Treibstoffverbrauch
Rohstoff- und Materialverbrauch
Futtermittelanbau
Viehhaltung und Milchgewinnung

Produktion
Administration
Warentransport
Pendlerverhalten
Geschäftsreisen
Abfallentsorgung

Alle weiteren Schritte der Wertschöpfungskette erfolgten gemäß dem PAS2050, einem Standard des BSI (The British Standards Institution), der festlegt, wie die Treibhausgase über den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen zu erfassen sind.

Mehr Information finden Sie im Infoblatt:

Download Infoblatt

Tierhaltung

Wasser und Abwasser

Wasser

Die Teilnahme am Projekt „Stoffflussmanagement" des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz wird dem Ziel gerecht, den Wasserverbrauch zu reduzieren. Trotz erhöhter Produktionsmengen in 2008 konnte der Wasserverbrauch um ca. 12 % gesenkt werden. Weiterhin wurde die bestehende Abwasseranlage mit der Funktion einer aeroben biologischen Behandlung der Betriebsabwässer in einem Belebungsverfahren mit Eindickung des überschüssigen Abwasserschlamms versehen. Dadurch kann die Entstehung von Geruchsimmissionen verhindert, die geforderten Schutzparameter unterschritten und anfallende Transportwege bei der Abwasserschlammentsorgung reduziert werden.

SWM
(Bild: SWM)

Gute Bio-Milch = Gutes Wasser

Für das gute Münchener Trinkwasser sind auch Andechser Bio-Bauern verantwortlich. Der Ökologische Landbau liegt uns zusammen mit den Stadtwerken München besonders am Herzen.

Ökologischer Landbau ist praktizierter Umwelt- und Gewässerschutz. Die Tierhaltung und Bodenbewirtschaftung bilden in sich einen geschlossenen biologischen Kreislauf. Von besonderer Bedeutung für die Wasserwirtschaft ist das generelle Verbot von chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Dadurch ist sichergestellt, dass die Wasserqualität im Mangfalltal so hervorragend bleibt, wie sie jetzt ist.

Weitere Informationen dazu auch bei den Stadtwerken München