Was ist Bio?
2001 wurde in Deutschland das staatliche Bio-Siegel eingeführt. Seither sind die Begriffe "ökologisch" und "biologisch" bzw. "Öko" und "Bio" gesetzlich geschützt.
Eine Zulassung als Bio-Lebensmittel ist nur erlaubt, wenn das Produkt keine gentechnisch veränderten Stoffe enthält. Bei Bio ebenfalls selbstverständlich: kein Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide und Dünger. Stattdessen arbeitet der Bio-Anbau mit vielfältigen Fruchtfolgen und organischer Düngung, was die Bodenfruchtbarkeit fördert.
Außerdem bedeutet Bio-Tierhaltung nach EU-Öko-Recht und Verbandsrichtlinien: mehr Platz, Auslauf und streng reglementierter Medikamenteneinsatz.
Bei der Herstellung dürfen weder Geschmacksverstärker noch künstliche Aromen benutzt werden. Die Verarbeitung muss schonend und ohne Bestrahlung erfolgen, um die Inhaltsstoffe des Bio-Lebensmittels zu erhalten. Alle Zutaten müssen aus ökologischer Herstellung stammen, es sei denn, es gibt sie nicht aus solcher Herstellung, wie etwa Salz oder Wasser.
Der konventionelle Anteil bei Bio-Lebensmitteln, die in Deutschland das staatliche Bio-Siegel tragen, darf höchstens bei 30% liegen. Das heißt: Sie bestehen nur zu 70% aus Bio-Zutaten. Das 2010 von der Europäischen Union eingeführte Bio-Siegel - gemäß EU-Öko-Verordnung (EG) Nr. 834/2007 - schreibt hingegen vor, dass bei Bio-Lebensmitteln mindestens 95% der Rohstoffe aus ökologischer Herkunft stammen müssen.
Die Anbauverbände von Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis stellen in ihren strengen Verbands-Richtlinien noch höhere Anforderungen an Bio-Produkte als der Gesetzgeber - ihre Bio-Lebensmittel bestehen zu 100% aus Bio-Zutaten, die regelmäßig von unabhängigen Gutachtern kontrolliert werden.
Von Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis bezieht die Andechser Molkerei Scheitz ihren wichtigsten Rohstoff: die Bio-Milch.