Andechser Molkerei Scheitz stellt repräsentative Studie „Verstehen Sie Bio?“ vor

Mit der repräsentativen Studie „Verstehen Sie Bio?“ hat die Andechser Molkerei Scheitz deutschlandweit 3.201 Verbraucher zu ihren Einstellungen und Ansichten rund um das Thema „Bio“ befragt. Die Ergebnisse zeigen auf, dass eine hochwertige Produktqualität das wichtigste Entscheidungskriterium für Bio und den Kauf von Bio-Produkten ist. Tierwohl prägt entscheidend das Verständnis von „Bio“. Dennoch bestehen darüber hinaus deutschlandweit generelle Fragen zu „Bio“.

Was bedeutet Bio für Deutschland?

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auf: am wichtigsten ist dem Verbraucher eine artgerechte Tierhaltung (53%). An zweiter Stelle steht das Verbot von Gentechnik (48%), an dritter das Verbot von Künstdünger (47%).

Das sind die entscheidenden Argumente aus Sicht des Verbrauchers, die auch am meisten Aufmerksamkeit erhalten. Weitere Themenbereiche, die „Bio“ ausmachen, rücken zwar zunehmend in den Fokus der Verbraucher, sind aber in der Wahrnehmung noch nicht entsprechend verankert: Mit 36% folgt der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen, mit 21% die Futtergabe aus eigener Herstellung, mit 20% Biodiversität und Artenschutz.

Hier sehen wir einen deutlichen Aufklärungsauftrag. Wir müssen weiterhin veranschaulichen, wie umfassend die positiven Wirkungen einer ökologischen Landwirtschaft sind und wie wichtig diese Art der Bewirtschaftung ist, um unsere Natur und Umwelt auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Sie ist die einzig richtige Antwort auf Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, betont Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz.

Was bedeutet Bio für Deutschland

Die Umfrageergebnisse aus den einzelnen Bundesländern finden Sie hier.

Welche Bio-Kriterien sind entscheidend für den Kauf?

Auf die Frage, welche Bio-Kriterien die Kaufentscheidung beeinflussen, stechen vor allem drei Angaben deutlich hervor: mit jeweils 77% werden eine hochwertige Qualität und natürliche Zutaten am häufigsten genannt sowie ein fairer Preis, der mit 66% an dritter Stelle steht. „Die Andechser Molkerei Scheitz erreicht mit der hochwertigen Produktqualität dank einer besonderen Herstellungsweise mit 3 x längerer Reifezeit sowie natürlichen Zutaten optimal die Wünsche der Verbraucher. Das Ergebnis bestätigt uns in unserem täglichen Wirtschaften, gemeinsam mit unseren 645 Bio-Milchlieferanten“, so Barbara Scheitz. Die Befragten würdigen außerdem insbesondere das Engagement von Bio-Marken – Bayern gehört mit 73% der Befragten, die sich für hochwertige Qualität und natürliche Zutaten aussprechen zu den bundesweiten Spitzen dieser Kategorie.

Welche Bio-Kriterien sind entscheidenen für den Kauf?

Welche Aufklärung zu Bio-Produkten wünschen sich Verbraucher?

Eindeutig belegte die Studie den Wunsch der Verbraucher nach mehr Aufklärung. 80% der Befragten wünschen sich mehr Informationen über die Haltungsbedingungen der Nutztiere, 69% über die Zertifizierungen der Betriebe und 66% über die Preisstruktur von Bio-Lebensmitteln. Eine transparente Kommunikation zur Unternehmenstätigkeit kommt dem individuell interessierten Verbraucher am meisten entgegen. „Wir sehen mit diesen Erkenntnissen unseren Weg bestätigt. Aufklärung und Information sind Kernpunkte unserer Kommunikation und werden beispielsweise in der Transparenzinitiative „Wo kommt`s her“ (seit 2008) und dem Angebot der Kuhpatenschaft (seit 2012) sichtbar“, erklärt Barbara Scheitz.

Verbraucheraufklärung stärkt Kaufvertrauen

Was macht Bio-Marken besonders vertrauensvoll?

Die Qualität der Produkte und das Tierwohl sind mit fast 80% die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Verbraucher, gefolgt von einer ressourcenschonenden Herstellung (74%), der regionalen Fertigung (72%) und dem ökologischen Engagement des Unternehmens (72%). Die Andechser Molkerei Scheitz sieht sich mit diesen Ergebnissen bestärkt, Verbraucher mit qualitativ hochwertigen Bio-Produkten aus verbandszertifizierter Bio-Milch und natürlichen Bio-Zutaten zu überzeugen. Hier können Bio-Unternehmen ansetzen, um den Verbraucherwünschen gerecht zu werden.

Was macht Bio-Marken besonders vertrauensvoll

Die Preisfrage: Sind Bio-Produkte zu teuer?

Im Bundesdurchschnitt sind 60% der Befragten der Meinung, dass Bio-Produkte günstiger sein müssten – lediglich 33% halten das Preis-Leistungsverhältnis für angemessen. Die bayerischen Verbraucher wünschen sich mit einem Wert von 62% günstigere Bio-Produkte und liegen damit sogar über dem Bundesdurchschnitt. Auch in Berlin, Bremen und Sachsen-Anhalt liegt der Wunsch nach günstigeren Preisen deutlich über dem Bundes-Mittelwert. „Für uns heißt das: Wir müssen noch deutlicher als bisher kommunizieren: nicht nur, welchen Mehrwert Bio-Produkte gegenüber konventionellen Produkten bieten, sondern auch, welcher Mehraufwand in der gesamten Wertschöpfungskette für Bio-Bauern und Bio-Verarbeiter dahinter steht – vom Boden bis zum verpackten Produkt,“ so Scheitz.

Die Preisfrage: Sind Bio-Produkte zu teuer?

Vertrauen Sie Bio-Siegeln auf den Produkten?

Vor allem junge Verbraucher wissen eine transparente Kommunikation bei Bio-Themen zu schätzen, gerade im Bereich der Bio-Siegel. Zwar lag das bundesweite Vertrauen in Bio-Siegel bundesweit nur bei 45%, jedoch gaben 55% der Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren an, den verwendeten Siegeln zu vertrauen.

Andechs

Die Umfrageergebnisse innerhalb der verschiedenen Altersgruppen finden Sie hier.

Dass vielen Verbrauchern gar nicht bewusst ist, was „Bio“ überhaupt bedeutet, geht aus der Studie ebenfalls hervor. Nur für 53% der Befragten war im Fakten-Check klar, dass Glyphosat (stellvertretend abgefragt als der geläufigste Bestandteil von Herbiziden) bei Bio verboten ist. Auch die Tatsache, dass nur 49% wussten, dass Bio-Lebensmittel mehr natürliche Nährstoffe enthalten, belegt die noch bestehende große Unkenntnis.

Faktencheck Deutschland

Die bayerischen Umfrageergebnisse finden Sie hier. 

Sind Bio-Produkte eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Produkten?

Unterstützende Erkenntnis: Mit Werten zwischen 60% - 71% wird zwar deutlich, dass alle Bundesländer in Bio-Produkten eine nachhaltigere Alternative sehen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Mehr als 1⁄3 der Befragten werten die Bio- Produktion nicht nachhaltiger als konventionelle Produktion. „Gründe könnten in der fehlenden Aufklärung für die biologische Landwirtschaft liegen, was unseren Aufklärungsauftrag bestätigt“ so Barbara Scheitz.

Andechs

 

Fazit

„Diese Studie bietet eine gute Basis, um die Bedürfnisse der Verbraucher besser verstehen zu können. In den Ergebnissen sehen wir unsere Unternehmensphilosophie bestätigt. Wir erkennen aber auch, dass wir als Bio-Unternehmen und Öko-Pionier einen besonderen Aufklärungsauftrag haben, die Vorteile von „Bio“ und die positiven Auswirkungen der ökologischen Landwirtschaft noch stärker zu verdeutlichen. Denn von der zukünftigen Umweltsituation sind wir alle abhängig – alles ist miteinander verbunden“, fasst Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz, die zahlreichen Erkenntnisse der Studie zusammen.