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Kleine Nachtschwärmer in Not – Fledermäuse brauchen Aufenthaltsorte

Veröffentlicht am 28. August 2020
Fledermauskästen auf dem Geländer der Andechser Molkerei Scheitz - Internationale Nacht der Fledermaus

Fledermäuse sind faszinierende Säugetiere, die als einzige Säugetierart fliegen können. Mittels Ultraschallortung finden sie sich im Dunkeln zurecht und können so ihre Nahrungsquelle, vor allem nachtaktive Insekten, jagen. Die kleinen Nachtschwärmer gibt es bereits seit 50 Millionen Jahren. Laut NABU sind die Fledermausbestände in Deutschland seit den 1950er Jahren dramatisch eingebrochen, alle 25 heimischen Arten wie die Mopsfledermaus oder das Große Mausohr sind bedroht: „Viele ihrer Quartiere werden unwissentlich zerstört, wenn Gebäude saniert, Hohlräume versiegelt oder alte Bauten abgerissen werden. In unseren Wirtschaftswäldern findet man kaum noch alte Bäume und stehendes Totholz. Auch die Nahrungsgrundlage für die Fledermaus schwindet: Unsere industrialisierte Landwirtschaft bietet Insekten immer weniger Lebensraum, so dass die Fledermaus keine Beute mehr findet.“ (Quelle NABU)

 

Um weitere Lebensräume für die Fledermäuse zu schaffen, wurden an ausgewiesenen Plätzen auf dem Betriebsgelände der Andechser Molkerei Scheitz – in zugfreier, sonniger Lage Richtung Süden, in einer Höhe von 4-7 m – Fledermauskästen angebracht. In aktuell sechs Kästen können sich die Fledermäuse nun einnisten. In den „Wohnstuben“ halten sich Einzeltiere oder auch Gruppen tagsüber auf, um sich nachts auf die Suche nach Insekten zu begeben.

Tipp: Ausführliche Informationen zur Fledermaus sowie alle Termine zur diesjährigen internationalen Nacht der Fledermaus findet man hier: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/batnight/index.html