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NaturZeit

Gedanken zum Tag des Regenwurms am 15. Februar

Veröffentlicht am 15. Februar 2019
Gedanken zum Tag des Regenwurms am 15. Februar

Am Tag des Regenwurms, möchten wir dem „regen Wurm“ die Aufmerksamkeit schenken, die ihm jeden Tag zuteilwerden sollte. Denn: der Regenwurm gehört nicht nur zu den stärksten Tieren der Erde, sondern er ist auch ein besonders wichtiger und unermüdlicher Arbeiter für eine unserer kostbarsten Ressourcen – den Boden.

Der Regenwurm – alleine in Deutschland sind über 40 verschiedene Arten zu Hause – sorgt für eine ideale Bodenstruktur. Durch seine unermüdliche Grabtätigkeit lockert und belüftet er den Boden. Beim Graben wendet er enorme Kraft auf und kann das 50- bis 60-Fache seines eigenen Körpergewichts stemmen. Die entstandenen Regenwurmröhren dienen als Drainagen, die das Eindringen von Niederschlägen in den Boden fördern und Erosion mindern. Von Würmern bearbeitete Erde besitzt eine krümelige Struktur und wirkt daher wie ein Schwamm. Sie kann deutlich mehr Wasser aufnehmen, was den Pflanzen länger zur Verfügung steht. Die unterirdischen Kanäle der Regenwürmer verbessern zudem die Sauerstoffversorgung und speichern CO2 stabil im Boden. Durch die Verdauung von organischem Material, etwa Pflanzenrückstände oder Überreste anderer Lebewesen, produzieren die Würmer wertvollen Humus mit einem hohen Anteil an Nährstoffen.

Ein guter und vielfältiger Regenwurmbestand im Acker weist auf einen gesunden, biologisch aktiven Boden hin. Allerdings liegt dieser in Bayern statistisch bei nur 16 Exemplaren pro Kubikmeter Boden. Viel zu wenig. Die Bio-Milchbauern von ANDECHSER NATUR achten darauf, dass in ihren Böden deutlich mehr Regenwürmer graben (zwischen 300 und 600 Regenwürmer pro m³). Wie? Dank der ökologischen Bewirtschaftung des Bodens, also einer Kreislaufwirtschaft mit entsprechenden Fruchtfolgen, ohne Verwendung von Pestiziden und Herbiziden, einer organischen Düngung und viel Bodenruhe, kann die Regenwurmpopulation gefördert werden. Es gilt die Gleichung: viele Würmer = gesunde Böden = gesundes Futter für die Weidekühe = hochwertige Bio-Milch.

Wer dem Regenwurm hilft, der fördert also Gesundheit und Fruchtbarkeit des Bodens – die Lebensgrundlage für Pflanzen, Tiere und Menschen. Als Kunde von ANDECHSER NATUR unterstützen Sie die Arbeit der Bio-Milchbauern und somit auch deren Einsatz für den Regenwurm und den Erhalt eines fruchtbaren Bodens. Wer zudem bei der eigenen Gartenarbeit einen Beitrag leisten möchte, sollte folgendes beachten: Spaten nur sparsam einsetzen und den Regenwürmern ausreichend organisches Material als Nahrung anbieten (etwa durch Mulchen und den maßvollen Einsatz von organischem Dünger wie Mist und Kompost). Mineraldüngergaben und chemische, regenwurmschädigende Spritzmittel sind zu meiden. Biologischer Anbau schont die Regenwürmer!

Tipp: Ein ausführliches Portrait zum Regenwurm findet man hier: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/sonstige-arten/02265.html